Berufsbild

Berufsbild Baustoffprüfer

In historischer Zeit stellten in der Hauptsache Holz, Steine und Erden die wesentlichen Baustoffe des Menschen dar. Ihr erfolgreicher Einsatz bei vielfältigen Bauvorhaben war geprägt durch handwerkliches Können in Verbindung mit sehr viel Erfahrung.

Heute setzen zunehmend industrielle Fertigungsmethoden und eine sich ständig erweiternde Palette von Bauprodukten auf einem internationalen Markt weitere Schwerpunkte in der

+ Erforschung von Baustoffeigenschaften

+ Entwicklung von Prüfverfahren

+ Produktentwicklung

+ Fertigung

+ Qualitätssicherung

+ Erschließung neuer Anwendungsgebiete (z.B. Bauwerkssanierung).

In allen angesprochenen Bereichen kommt zunächst dem Prüfen von Baustoffeigenschaften ein hoher Stellenwert zu. Baustoffprüfer erwerben daher im Zuge ihrer betrieblichen und schulischen Ausbildung grundlegende Kenntnisse praxisorientierter Labortätigkeiten und Mess- bzw. Prüfverfahren. Weiterhin müssen Baustoffprüfer aber auch über ein fundiertes fachtheoretisches Hintergrundwissen verfügen, um erzielte Prüfergebnisse bewerten zu können

Eine in der Regel dreijährige Ausbildung kann den vorstehend gespannten Bogen beruflicher Anforderungen nicht vollständig abdecken. In Hinblick auf die von den Hauptarbeitgebern aus Bauindustrie, Planungs- und Ingenieurbüros, Prüfstellen und Behörden zu besetzenden Stellen für Baustoffprüfer zeichnen sich drei Schwerpunkte ab, in denen ausgebildet wird:

+ Asphalttechnik

+ Geotechnik

+ Mörtel- und Betontechnik.

Eine Spezialisierung in eine der Schwerpunkte wird im Rahmen der Berufsschulausbildung in Selb nicht vorgenommen. Dadurch wird den Baustoffprüfern nach Abschluss der Ausbildung der Wechsel in eine andere Sparte als die in der betrieblichen Ausbildung vertretene erleichtert.

Nach mehrjähriger Berufserfahrung bestehen für Baustoffprüfer neben der Baustoffprüfung im eigentlich Sinn, Beschäftigungsmöglichkeiten in der Produkt- und Anwendungsberatung, bei Fachverbänden etc., für die sie auf Grund Ihres breit gefächerten Fachwissens ebenfalls gesuchte Kräfte sind.

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